Immobilien, Wohnungen und Häuser

MARKTMONITOR IMMOBILIEN

Energieeffizienz

Die Fragen zu den Auswirkungen energetischer Sanierungen sind seit Start des MMI 2010 fester Bestandteil der jährlichen Befragung. Im Laufe dieser Zeit hat sich ein Trend gezeigt: Immer weniger Immobilienprofis denken, dass der energetische Zustand eines Gebäudes Auswirkungen auf die Vermarktung hat. Der Grund hierfür ist vor allem der anhaltende hohe Marktdruck, besonders in den boomenden Großstädten. Wo Immobilien rar und teuer sind, nehmen Interessenten auch mit einem geringeren Standard vorlieb. In Gegenden mit schwacher Nachfrage rentieren sich die sehr teuren Maßnahmen nicht, da der Markt vor Ort keine höheren Preise hergibt.

So verwundert es nicht, dass im Marktmonitor Immobilien 2017 der bisherige Tiefstand bei der Zustimmung zur Frage erreicht wurde, ob ein guter energetischer Zustand einen höheren Preis ermöglichen würde. Im umgekehrten Fall, also beim tatsächlichen oder scheinbaren Sanierungsstau, sehen viele Makler aber immer noch einen starken Zusammenhang zwischen Preis und energetischem Zustand.

Wie in den Jahren zuvor empfehlen die Makler vor allem solche Maßnahmen, die der EnEV geschuldet sind. Kostenintensive und dadurch wenig rentable Maßnahmen wie Wärmepumpen oder die Nutzung von Sonnenenergie zur Warmwasser- oder Stromerzeugung werden nur selten empfohlen.